Wacholderheide bei Gehmannsberg
Dort, wo steinige, hängige Flurlagen früher keine Ackernutzung zuließen, wurden die gerodeten Flächen im Gemeinschaftsbesitz des Dorfes belassen und als Weide genutzt. Auf diesen gut besonnten, trocken/sauren Böden konnte sich der Wacholder ausbreiten, da er vom Vieh verschmäht wird und jeden Wiesenbrand übersteht. Häufig wird er von Heidekraut oder Preiselbeere begleitet. Durch Entsteinung oder Aufforstung verschwanden viele dieser schwer bewirtschaftbaren, in den Mittelgebirgen früher aber typischen Wacholderheiden, die Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Nur die Mitarbeit der Landwirte bei der Landschaftsplanumsetzung ermöglicht den Erhalt dieser seltenen Flächen. Wacholderbeeren („Krowittbirl“) dienten und dienen heute noch zur Schnapsherstellung (Gin/Genever) und zur Würze von Wildgerichten. Wacholderreisig wird für Räucherzwecke und bei dem alljährlichen Brauchtumsspektakel, dem Großen Wolfauslassen am 10. November, als Stockbuschen verwendet. Wegbeschreibung: ca. 3 km LL östlich Rinchnach am Gunthersteig.






