Musik im Wirtshaus
Wer in ein Gasthaus einkehrt und dort ein angebrachtes Metallschild mit Tuba und Klarinette vorfindet, der hat vielleicht Glück, dass just an diesem Abend ein paar Musiker einfach zu ihrer und der Gäste Freud aufspielen und singen. Denn hier ist das Gasthaus bekennend musikantenfreundlich – im ArberLand gibt es rund 30 davon.
Volksmusik im Wirtshaus ist heutzutage fast nicht mehr zu hören, es sei denn organisiert zu Festen oder Sitzweilabenden, Weihnachtsfeiern oder beim Kirta-Tanz. Dass spontan ein paar Musikanten aufspielen oder singen, erleben Gast und Wirt selten. So kann es nicht weitergehen, dachte sich schon vor Jahren Bezirksheimatpfleger Franz Xaver Scheuerer – und überlegte zusammen mit seinem Mitarbeiter, dem Volkskundler Hans Wax, und Franz Schötz vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, wie man das ändern könnte.
Zusammen mit Anton Röhrl, dem Präsidenten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, hatte man die durchschlagende Idee, die man 1996 auch gleich umzusetzen begann: Die Aktion "Musikantenfreundliches Wirtshaus" sollte die die gesellschaftliche und kulturellen Szene in den Wirtsstuben beleben – und tatsächlich: Seitdem hält das spontane Singen und Musizieren wieder verstärkt Einzug in die Gasthäuser unserer Heimat.
Es ist ganz einfach: Musikanten, von denen es im ArberLand ja genug gibt, singen und spielen nach vorheriger Absprache mit dem Wirt traditionelle Volksmusik und bekommen dafür eine Brotzeit und Getränke. Freilich darf der Wirt auch mitmachen, zumal sich im musikantenfreundlichen Wirtshaus immer ein Instrument befinden sollte.
Die Aktion dient allen: Wirte freuen sich über neue Gäste, Musikanten über neue Spielmöglichkeiten und die Gäste über die Rückkehr der Traditionen.
Und deshalb heißt es wieder: Mit Musik schmeckt alles besser!
ADRESSEN |
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Musikantenfreundliches Wirtshaus
Hier finden Sie die "Musikantenfreundlichen Wirtshäuser" im Landkreis Regen.
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