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Naturdenkmäler

Viechtach - Naturdenkmal "Großer Pfahl"

Der Pfahl, ein weithin sichtbares Quarzriff, gehört zu den bedeutendsten geologischen Naturdenkmälern Bayerns. Fast schnurgerade verläuft er auf einer Länge von 150 km nahe Linz in Oberösterreich nach Schwarzenfeld in der Oberpfalz.

Markanteste Punkte: Der "Große Pfahl" bei Viechtach (B 85 nach Cham), der Pfahl bei der Burgruine Weißenstein (Regen) und der Pfahl bei Schloß Thierlstein (Cham). Der Pfahl ist ein mit Quarz und Schiefer gefüllter "Riss" im Gebirgsgrund des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums traten vor etwa 275 Millionen Jahren die größten Bewegungen in dieser Schwächzone auf.

Damals wurde der gesamte Vordere Bayerische Wald um mehrere hundert Meter gegenüber dem Inneren Bayerischen Wald angehoben. Die Bayerwaldgesteine wurden dabei wie zwischen Mühlsteinen in feinste Mineralkörner zerrieben. Risse und Spalten entstanden unterirdisch in der Störungszone des Pfahls. In diese Klüfte und Hohlräume drangen heiße Quarzlösungen ein, kristallisierten beim Erkalten aus und bildeten damit den Pfahlquarz. Das weiße Pfahlgestein wurde im Laufe der Jahrmillionen durch Verwitterung und Abtragung an vielen Stellen freigelegt.

Wegbeschreibung:
Unmittelbar an der B 85, 1 km nach Viechtach Richtung Cham (Parkmöglichkeit).

 

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