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Wandern

Ökumenischer Kapellenweg Teisnachtal

Begleiten  Sie uns auf dem Ökumenischen Kapellenweg durch das Teisnachtal

Ausgangspunkt ist ca. 1 km außerhalb von Ruhmannsfelden beim Osterbrünnl. Die heutige Kirche ist der dritte Kirchbau an der selben Stelle. Die erste Kapelle wird von Ruhmannsfeldner Bürgern erbaut und der Gottesmutter Maria geweiht. Abt Wilhelm II. von Gotteszell lässt sie niederbrennen, er und seine Nachfolger verhindern die Wiedererichtung. Nach der Säkularisation 1803 versuchen die Bürger einen Neubau der Kirche, jetzt befiehlt der Staat den Abbruch. Erst nach dem Brand der Pfarrkirche im Jahr 1820 darf das Osterbrünnl gebaut werden. Es ist ein einfacher Bau mit spätbarockem Hochaltar, amm Altar das Gnadenbild. Auch ohne große Werbung kommen viele hierher zum Beten. Die meisten stammen aus den nahen Umgebung, aber auch Urlauber, die einmal hierhergekommen sind, kommen immer wieder. Einmal im Jahr laden wir unser Dekanat zur Wallfahrt ein. Als die Armeen des Warschauer Paktes 1968 in die benachbarte Tschechoslowakei einfielen, gab das den Anstoß. Seit 1969 treffen sich im September fast 1000 Gläubige zur „Friedenswallfahrt“.

Zachenberg, Kapelle St. Anna, Hl. Leonhard und Hl. Sebastian, Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, bekam 1886 ein neues Altarbild.

Kleinried, 1996 – 1998 erbaut zu Ehren des Hl. Georg.

Muschenried, Hl. Agnes, erbaut 1954/1955 aus Dankbarkeit für die glückliche Vollendung des Hofneubaus.

Weichselsried, Hl. Maria (Unbeflecktes Herz Mariens). Denkmalgeschützt, wurde erbaut in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Reisachmühle, Hl. Maria. Denkmalgeschützt, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts.

Leuthen, Hl. Laurentius. Erbaut aufgrund eines Gelübdes (Zurückgewonnenes Eheglück). Wurde 1803 niedergebrannt und 1893 wiedererrichtet.

Wolfsberg, Woferlkapelle, Hl. Maria, erbaut 1916 aufgrund eines Gelübdes (Hilfe bei steckengebliebenem Holztransport mit Pferdefuhrwerk), renoviert 1990.

Eckersberg, Vierzehn Nothelfer, erbaut Ende 18. Jahrhundert.

Hinterdietzberg, Hl. Maria, erbaut 1985 anstelle einer älteren Kapelle (Ende 19. Jh.), die aufgrund eines Gelübdes (Auffindung eines verlorengegangenen Kindes) erbaut worden war.

Zuckenried, erbaut um 1830, Altar 1842. Renoviert 1962 und 1980.

Harthof. Errichtet 1746, renoviert 1979, Bildstock.

Prünst, Mariä Schnee, erbaut 1856.

Patersdorf - Pfarrkirche St. Martin
Patersdorf liegt am Taleingang der Teisnach. Die erste urkundliche Erwähnung fällt ins Jahr 1300 und weist den Ort als herzoglichen Besitz aus. Die Kirche war lange Filialkirche von Geiersthal und wurde erst 1914 zur selbständigen Pfarrei.
1723 wurden einschneidende Umbaumaßnahmen vorgenommen. Der spätgotische, eckige Chor des Vorgängerbaus aus dem 15. Jh. wurde in die neue Kirche miteinbezogen. Der Turm kam 1893 hinzu. 1908 wurde das dreijochige Langhaus nach Westen verlängert.
Der Kirchenraum ist überwölbt mit einem extrem flachen Tonnengewölbe mit Spitzkappen. Beachtenswert sind die gelungenen Stukkaturen mit Gitterfeldern, Ranken, Bänderwerk, Muscheln und Baldachinmotiven. Der feine Stuck erinnert stark an Arbeiten der Asam-Brüder, jedoch fehlt ein sicherer Nachweis, daß sie in Patersdorf gearbeitet haben. Das Deckenfresko zeigt die Geschichte des Hl. Sebastian.
Die Altäre und die bauchige Kanzel stammen aus der Mitte des 18. Jh. und sind einheitlich im ländlichen Rokoko-Stil gehalten. Der Hochaltar ist eine kulissenförmige Anlage mit gewundenen Säulen, Muschelwerk und Putten. Seitlich stehen die Figuren der Hll. Bernhard, Benedikt, Leonhard und Wendelin. Auch die bauchige Kanzel ist mit Muschelwerkschnitzerei verziert. Die Kirche besitzt Tragstangen mit schönen Rokoko-Figuren der zwölf Apostel.

Tradweging, Altarbild „Kreuzigung Christi“. Erbaut 1741, renoviert 1854 und 1972.

Schön. Denkmalgeschützt, erbaut Mitte 18. Jahrhundert.

Schwarzen, Hl. Maria, erbaut Mitte 18. Jahrhundert, Hinterglasbilder.

Pfarrkirche St. Anna, die Kirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Gotteszell
Herausragender Mittelpunkt des 1286 gegründeten Klosterortes ist seine ursprünglich im frühgotischen Baustil errichtete, 1339 fertiggestellte und der Hl. Mutter Anna geweihten Kirche. Ein Brand vernichtete 1629 die Urkirche und fast das gesamte Kloster. Wohl noch farbenprächtiger als sie sich uns jetzt zeigt, wurde die Kirche erneuert. Mehrere Baustile vereint das Gotteshaus heute: Romanisch im Grundriss, gotisch zum Teil die äußere Gestaltung, Chorfenster und Gewölbe, Barock und Rokoko in der Innenausstattung. Neben Hochaltar, Kanzel, Apostelkapelle und den Fresken im Mittelschiff hält den Blickfang gefangen der vordere und hintere Teil der Kirche. In der Apsis über dem großen Mönchschor erfüllt den Raum das gewaltige Fresko "Mariä Himmelfahrt" von Cosmos Damian Asam.
An der Rückwand erhebt sich die von Professor Günther Kaunzinger (Würzburg) konzipierte und von Thomas Jann (Alkofen) 1999 erbaute viermanualige Orgel, die in absehbarer Zeit noch durch ein Fernwerk an den Seitenwänden des vorderen Mönchschors ergänzt werden soll. Das als Konzertorgel disponierte Instrument und die hervorragende Akustik des Kirchenraumes waren Anlass, zu einer ständigen Einrichtung, nämlich der regelmäßigen "Konzerte internationalen Interpreten", die schon viele namhafte Organisten aus aller Welt nach Gotteszell gelockt haben.

Weihmannsried, erbaut in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Grub, Hl. Maria. Erbaut 1927, die frühere Kapelle auf der Loderhart aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde abgebaut und in Grub wiedererrichtet.

Engelburgsried, Krönung Mariens. Denkmalgeschützt, erbaut im 17. Jahrhundert.

Wühnried, Hl. Maria (Muttergottes von Fatima). Erbaut aufgrund eines Gelübdes (Wiedergenesung), Einweihung 1953.

Köckersried, Patron Hl. Michael, Gnadenbild St. Anna. Bei der Säkularisation 1803 vor der Zerstörung geschützt.

Pfarrkirche Ruhmannsfelden
1295 verkauften die baierischen Herzöge das Dorf Ruhmannsfelden samt allen Rechten an das Zisterzienserkloster Aldersbach. 1438 ist Ruhmannsfelden eine Kapellanie der Pfarrei Geiersthal (heute Teisnach). 1503 kam der Markt Ruhmannsfelden durch Tausch an das Zisterzienserkloster Gotteszell, während die Pfarrei nach Aldersbach inkorporiert blieb; die dem Kloster gehörige Pfarrei Geiersthal musste den Expositus nach Ruhmannsfelden senden. 1652 wurde vom bischöflichen Ordinariat die Pfarrei dem Kloster Gotteszell inkorporiert. Spätestens 1723/24 war es Pfarrei. Pfarrer war damals P. Benedictus Stoiber aus dem Zisterzienserkloster Gotteszell. Dieses übte das Besetzungsrecht aus und besetzte die Pfarrei in der Regel mit seinen Konventualen. Durch die Säkularisation ging das Recht auf den bayerischen Landesherrn, 1918/28 auf den Bischof über.

Ev.-Luth. Gnadenkirche Ruhmannsfelden
Ovaler Ziegelbau mit Holzschindeldach von Eberhard Ritz,  Wandgemälde von Günter Danco mit Ausstattung, 1957 – 1959.
Grundsteinlegung 1957, Weihe am 22. August 1958, Wandfresken zum 5. Jahrestag der Weihe 1963, neuer Turm und Außensanierung 1998.

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