Denkmäler und Bauwerke im Landkreis Regen
Außer seinen landschaftlichen Besonderheiten hat der Landkreis Regen auch eine Reihe von kunsthistorischen Schätzen zu bieten. Neben der imposanten Klosteranlage in Gotteszell, der barocken Kirche in Rinchnach und der Rokokokirche in Frauenau sind auch die Ruinen der Burgen Weißenstein, Kollnburg, Neunussberg oder Altnussberg, die heute noch auf die frühere Besiedlung und die ehemaligen Herrschaftsverhältnisse hinweisen, sehr sehenswert.
In Wallfahrtsstätten wie in St. Hermann bei Bischofsmais, in der Bergkirche "Mariä Namen" in Zwiesel, dem "Guntherkircherl" in Gehmannsberg bei Rinchnach oder dem "Osterbründl" bei Ruhmannsfelden findet man Zeugen einer tiefen Volksfrömmigkeit vergangener Tage. Votivtafeln, geschnitzte Gliedmaßen, in Silberblech getriebene Organe oder dicke und reichverzierte Kerzen wurden und werden von den Gläubigen hinterlegt.
Neben den großen bedeutenden Bauwerken lassen sich vor allem Flurdenkmale nahezu an jeder Ecke entdecken. So begegnet man an Kapellen, Bäumen oder bei Feldkreuzen den Totenbrettern, die früher, bevor es Leichenhäuser gab, zur Aufbahrung der Verstorbenen in ihren Wohn- oder Schlafräumen bis zum Tage ihrer Beerdigung dienten. Danach wurde in das Brett Name und Lebensdaten des Verstorbenen eingeritzt und zum Gedenken aufgestellt. Die Seele des Toten galt erst dann als vom Fegefeuer erlöst, wenn das Totenbrett vermodert war.
Abgesehen von den religiösen Denkmalen findet man eine große Zahl an profanen Bauwerken, die das Interesse ihrer Besucher wecken. Da gibt es die alten, liebevoll sanierten und bewohnten Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, das Bauerndenkmal in Kollnburg, die sagenumwobenen unterirdischen Gänge von Zwiesel, die vielen riesigen Glashütten, die von der einstigen Blütezeit des Glasmacherhandwerks erzählen, oder die Ausgrabungen des ältesten Fabrikstandortes Bayerns, der Vitriolhütte am Silberberg bei Bodenmais zu bewundern.
Institutionen und Vereine:
Sonstiges:









