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Bauernsilber - Silberglas - verspiegeltes Glas

Das Waldmuseum in Zwiesel widmet sich in seiner neuen Sonderausstellung vom 19. April 2008 – 31. März 2009 ganz dem Thema

      "Bauernsilber – Silberglas – verspiegeltes Glas“


Die meisten kennen diese Gläser unter dem Namen "Bauernsilber“. Dass hinter dem Silberglas aber viel mehr steckt, als die gängige Vorstellung vermuten lässt, davon kann man sich im Waldmuseum überzeugen, zeigt die Sonderausstellung doch den ganzen Variantenreichtum,
den dieser Glastypus zu bieten hat. Das Konzept stammt von dem renommierten Glasexperten Dr. Werner Endres aus
Regensburg. Vielen Fernsehzuschauern ist er aus der Sendung Kunst und Krempel bekannt.

Silbergläser sind innen versilberte Hohlgläser. Entstanden waren sie erstmals 1849 in England als Nebenprodukt einer Technologieumstellung in der Spiegelproduktion. Es dauerte nicht lange und das Silberglas erfreute sich einer weltweiten Beliebtheit. Zum Zentrum der Silberglasherstellung entwickelte sich Böhmen in den Jahren 1855 bis 1860.

Das Waldmuseum bietet nun einen umfangreichen Einblick in die Welt des Silberglases. So sind einerseits reich dekorierte Ziergläser zu sehen, die ursprünglich ihren Platz in den Wohnzimmern und Salons des 19. Jahrhunderts
hatten. Andererseits wird das Silberglas der ärmeren, vornehmlich ländlicheren Bevölkerungsschichten gezeigt. Sie benutzten das Silberglas hauptsächlich im religiösen Bereich und so gibt es in der Ausstellung auch "versilbertes Glas" in Form von "Heiligenfiguren", einfachen Leuchtern, Vasen und sogenannten Versehgarnituren zu entdecken. Diese dienten beim Schmuck von kleinen Kapellen, Prozessionsaltären oder der eigenen Stube als Ersatz für das nahezu unerschwingliche Edelmetall Silber. Und daher rührt die Bezeichnung "Bauernsilber".

Die Hauptrolle in der Ausstellung spielen natürlich die Gläser, doch erfährt der Besucher zudem Interessantes und Wissenswertes über die Herstellung des Silberglases und kann den Weg des Silberglases in der Geschichte verfolgen.

Weitere Informationen unter:
Waldmuseum Zwiesel
Stadtplatz 29, 94227 Zwiesel
Tel. 09922/840583, Fax: 09922/840545
E-mail: waldmuseum@zwiesel.de
www.waldmuseum-zwiesel.de

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